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Ärzte zieht es weiterhin in die Schweiz

Laut einer Medizinerstatistik des Schweizer Berufsverbands der Ärzte (FMH) steigt der Anteil der Ärzte mit einer Berufsqualifikation, die außerhalb der Schweiz erworben wurde, auch im Jahr 2020 weiter an. Der Trend der vergangenen Jahre setzt sich damit trotz der Corona-Pandemie fort.

  • Im Jahr 2020 waren in der Schweiz 38.502 Ärztinnen und Ärzte berufstätig: 16.908 Frauen und 21.594 Männer.
  • Der Zuwachs gegenüber 2019 betrug insgesamt 620 Ärzte.
  • Mit 14.386 Ärzten stieg der Anteil der Ärzte, die ihre Berufsqualifikationen außerhalb der Schweiz erworben haben um 1,1 % von 36,3 % auf 37,4 % an.
  • Hauptberuflich waren 20.301 Ärztinnen und Ärzte im Praxissektor tätig, 17.610 Ärztinnen und Ärzte im Spitalssektor.
  • Der Frauenanteil ist im Spitalsektor mit 47 % höher als im Praxissektor mit 41 %.
  • Das Durchschnittsalter der Ärztinnen liegt bei 46,4 Jahren, das Durchschnittsalter der Ärzte bei 52,7 Jahren. Insgesamt lag das Durchschnittsalter bei 50,0 Jahren.
  • Im Spitalsektor ist die Ärzteschaft durchschnittlich 10 Jahre älter als im Spitalsektor: 52,8 Jahre im Vergleich zu 44,1 Jahren. Zurückzuführen ist der Altersunterschied in den Sektoren hauptsächlich auf die Assistenzärztinnen und Assistenzärzte.
  • Im Praxissektor beträgt der Anteil der Ärzteschaft aus dem Ausland 34,5 %. Im Spitalsektor beträgt er 40,5 %.
  • Der Großteil der ausländischen ärztlichen Fachkräfte stammt aus Deutschland mit 52,6 %, gefolgt von Italien mit 9,1 %, Frankreich mit 7,1 % und Österreich mit 6,0 %.
  • Hervorzuheben ist, dass sich der Zuwachs der ärztlichen Fachkräfte im Versorgungsalltag kaum bemerkbar macht. Das Vollzeitäquivalent stieg von 33.486 (2019) auf 33.496 (2020) an. Ein Vollzeitäquivalent entspricht rund 55 Wochenstunden.