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GKV-Beitragseinnahmen auf Rekordniveau, ambulante Versorgung bleibt zurück

Die Finanzsituation der Krankenkassen in Deutschland erweist sich als erfreulich robust, wie das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) aktuell bekannt gab. Die Beitragseinnahmen sind in den ersten sechs Monaten des Jahres 2023 deutlich gestiegen, und die Finanzreserven der Krankenkassen erreichten einen Rekordwert.


Hier eine kurze Zusammenfassung der neuesten Zahlen und Entwicklungen in der GKV:

  • Die Krankenkassen und der Gesundheitsfonds haben eine bessere Finanzlage als erwartet, laut dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung.
  • Die Finanzreserven der Krankenkassen betrugen im Juni 2023 9,7 Milliarden €.
  • Die Beitragseinnahmen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) stiegen im ersten Halbjahr 2023 um 5,9 % im Vergleich zum Vorjahr, mit Zusatzbeiträgen sogar um 6,8 %.
  • Die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen wuchsen um etwa 7 %, während die Ausgaben für ambulante ärztliche Versorgung nur um 1 % stiegen.
  • Trotz hoher Überschüsse und steigender Beitragseinnahmen kritisiert der Zi-Vorstandsvorsitzende Dominik von Stillfried die mangelnde Attraktivität der ärztlichen Niederlassung und drohende Versorgungslücken für gesetzlich versicherte Patienten.
  • Laut dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) verzeichneten die Krankenkassen im ersten Halbjahr 2023 ein Defizit von rund 600 Millionen € aufgrund einer Verpflichtung, 2,5 Milliarden € an den Gesundheitsfonds abzuführen.
  • Ohne diese Abführung hätten die Krankenkassen einen Überschuss von 600 Millionen € im ersten Halbjahr erzielt;  die Ausgaben überstiegen die Einnahmen leicht.

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